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Der Mensch hinter der Wissenschaft…

2011 Januar 16
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Beim Stöbern im Internet bin ich letzte Woche zufällig auf einen sehr lesenswerten Nachruf auf den großen Sinologen Ulrich Unger (1930–2006) gestoßen.

In den 50er Jahren studierte Unger in seiner Heimatstadt Leipzig Sinologie, Japanologie, Indologie sowie Ägyptologie und wurde 1956 promoviert. Zwei Jahre später verließ er die DDR und übersiedelte nach Freiburg im Breisgau, wo er am Orientalischen Seminar die Abteilung für Sinologie aufbaute. 1962 erfolgte die Habilitation, 1966 erhielt er einen Ruf als ordentlicher Professor an die Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, wo er in den nachfolgenden Jahrzehnten die Sinologie zu einem Zentrum für „Klassische chinesische Philologie und Altertumskunde“ ausbaute und bis zu seinem Tod tätig war.

Verfasst wurde der sehr persönliche Nachruf von Ulrich Ungers Meisterschüler und Kollegen Hans Stumpfeldt, Prof. em. an der Universität Hamburg. Stumpfeldt erinnert sich an einige Alltäglichkeiten des Lebens – als Student und Assistent – mit U.U., um hinter dem wissenschaftlichen Werk auch dem Menschen Unger zu gedenken. Natürlich wird auch so manche lustige Geschichte, wie der berüchtigte Abend in der Kneipe Schnakenloch einen Tag vor Stumpfeldts Rigorosum, nicht ausgespart.

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